Alle wichtigen Informationen zum Thema Mülltrennung findest Du in unserer Infografik: Download
Warum ist recyceln wichtig?
Recycling schützt die Umwelt und das Klima. Doch was heißt das genau?
Die Vorteile:
Rund 79 % Altpapier wurde im Jahr 2020 in Deutschland recycelt (Quelle: Verband Deutscher Papierfabriken (VDP)). Damit gehört dieser Bereich zu den erfolgreicheren in unserem Recyclingsystem. Doch woran liegt es, dass längst nicht alle Abfallprodukte wiederverwertet werden?
Falsche oder ungenügende Mülltrennung: Viele Verbraucher wissen nicht, dass bspw. der Kassenbon eine Beschichtung hat und deswegen nicht in den Papiermüll gehört. Richtig entsorgt ist dieser in der Restmülltonne. Auch gehört der Strohhalm nicht in den gelben Sack, seine Umverpackung wiederum schon. Diese „Fremdstoffe“ in den jeweiligen Recyclingtonnen erschweren den gesamten Prozess. Auch sollte der Aludeckel immer vom Joghurtbecher vollständig abgezogen sein, bevor beides in der gelben Tonne landet. Denn sonst kann der Scanner der Müllanlage die Materialien nicht klar identifizieren und der Joghurtbecher wird möglicherweise nicht recycelt.
Verbundmaterial (auch Verbundwerkstoff genannt): Zwei oder mehr Materialien werden miteinander kombiniert, um die vorteilhaftesten Eigenschaften der einzelnen Komponenten für den gewünschten Anwendungszweck zu nutzen. Ein Beispiel für eine Verbundverpackung ist der Getränkekarton: Er besteht aus mehreren Schichten Papier, Alu und Kunststoff, welche miteinander verklebt sind. Einzeln könnte man jedes der genannten Materialien recyceln. Doch den festen Verbund mit möglichst hohem Reinheitsgrad aufzuschließen, ist extrem schwierig, aufwendig und vor allem energieintensiv. Aus diesem Grund lohnt es sich oft schlichtweg nicht: Sie werden ausgesondert und verbrannt.
Mehrschichtige Folien: Um Kunststoffe wiederzuverwerten, müssen diese sortenrein vorliegen. Doch um sie an spezifische Anforderungen anzupassen, werden sie häufig von Herstellern miteinander vermischt. Flexible Kunststoffverpackungen wie die Weingummitüte könnten bspw. aus zehn verschiedenen Kunststoffen gefertigt sein. Leider können diese aber in Recyclinganlagen nicht aufgesplittet werden.
Verdreckte Verpackungen: Völlig verdreckte Materialien sind nicht wiederverwertbar. Ist der Pizzakarton mit Käse verschmiert, sollte dieser im Restmüll entsorgt werden, statt in der Altpapiertonne. Aber einen Joghurtbecher ausspülen und damit Wasser vergeuden, ist unnötig. „Löffelrein“ reicht vollkommen.
Dunkel eingefärbte Kunststoffe: Eine grün eingefärbte Shampooflasche mag zwar gut aussehen, jedoch erschwert oder verhindert es das Recycling. Grund dafür sind die Maschinen, die farbiges Plastik nicht erkennen und somit nicht richtig einsortieren können.
Um möglichst viele Wertstoffe recyceln zu können, ist die richtige Mülltrennung notwendig. Nachfolgend erhältst Du einen Überblick, welche Abfälle in welche Mülltonne reingehören.
Hinweis: Die nachfolgende Liste ist nicht verbindlich. Örtliche Vorgaben können von dieser Auflistung abweichen. Informiere Dich zur Sicherheit bei der Abfallwirtschaftsstelle Deiner Kommune (Stadt, Gemeinde, Kreis) über die gültigen Vorgaben.
️️Unbeschichtetes Papier, Pappe und Kartons:
❗ Das gehört hier nicht rein
Papiere mit Beschichtung (Verbundmaterialien), Verpackungen mit Lebensmittelanhaftungen/Verschmutzungen sowie Hygienepapiere:
Organische Abfälle aus Küche und Garten (Entsorgung von Fleisch- und Fischresten, Speisefetten und Ölen ist kommunal unterschiedlich geregelt):
❗ Das gehört hier nicht rein
Alles, was sich nicht oder nicht schnell genug zersetzt:
Der restliche Abfall, der nicht trennbar und verwertbar ist:
❗ Das gehört hier nicht rein
Elektrogeräte, Batterien, Bauschutt, Schadstoffe sowie recycelbare Abfälle:
Verpackungen aus Kunststoff, Metall sowie Verbundmaterialien (bspw. mit Kunststoff beschichtetes Papier):
❗ Das gehört hier nicht rein
Kunststoffe, Metalle und Verbundstoffe ohne Verpackungseigenschaft sowie stark mit Essensresten verschmutzte Verpackungen:
Glasverpackungen für Lebensmittel sowie pharmazeutische und kosmetische Glasbehälter:
❗ Das gehört hier nicht rein
Gläser, die nicht als Verpackung gelten, eine andere Glaszusammensetzung oder einen höheren Schmelzpunkt haben:
Alles, was aufgrund schädlicher Eigenschaften nicht in die Hausmülltonne gehört: